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europa
Auf dem Weg zur Weltmacht
von stefan am 05.10.04

Die Zeiten sind vorbei, da Europa zuvorderst als geografische Bezeichnung verstanden wurde. Heute steht Europa meist für das Staatenbündnis EU, das am 1. Mai auf 25 Mitgliedsstaaten angewachsen ist.

Vielernorts wird der falsche Eindruck vermittelt, es handle sich dabei im Wesentlichen um einen „Harmonisierungs-“ oder „Einigungsprozeß“, durch den sich die „Kultur-“ und „Wertegemeinschaft“ europäischer Nationalstaaten kraft einer gemeinsamen „europäischen Idee“ zur „Friedensmacht Europa“ mausert.

Tatsächlich liegen der Bildung der EU jedoch primär nicht Werte und Ideen zugrunde, sondern die nationalen Interessen der beteiligten Staaten. Während die „Kernstaaten“ Deutschland und Frankreich das Projekt von Anfang an im eigenen Interesse bestimmen, haben sich periphere Mitgliedsländer wie Lettland oder Slowakei eher in die EU gerettet und mußten die Beitrittsbedingungen einfach akzeptieren. Dennoch vereint alle ungleichen Mitgliedsländer doch die Gegnerschaft zu ihren Konkurrenten im weltweiten Kapitalismus, allen voran die USA, Japan und immer mehr auch China.

"Die Union hat sich heute ein neues strategisches Ziel für das kommende Jahrzehnt gesetzt: das Ziel, die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen."
Abschlusserklärung EU-Sondergipfel in Lissabon 2000.

Bis 2010 will die EU weltweit führende Wirtschaftsmacht sein - eine Kampfansage nicht nur an aussereuropäische Staaten und Bündnisse, sondern auch an ArbeiterInnen, StudentInnen, RentnerInnen, Arbeitslose u.v.a. in der EU, die dem Sozialkahlschlag und der verschärften Ausbeutung noch hilflos gegenüberstehen.

Das neue Europa wird aus dem gleichen Holz geschnitzt wie seine Mitgliedsstaaten: Auf Grundlage einer Eigentumsordnung, die die Gesellschaft in Besitzende und Besitzlose, in Reich und Arm spaltet, gehen im Hauen und Stechen der Konzerne die Bedürfnisse der einfachen Bevölkerung unter.

Da der Erfolg des Projektes Europa zunehmend auch von der Einflussnahme auf weltweit gestreute Rohstoff- und Absatzgebiete abhängig ist, kommt die EU auch nicht daran vorbei, zunächst mittels Eingreiftruppe und längerfristig mit einer den USA ebenbürtigen Kriegsmaschinerie „europäische Interessen“ zu „verteidigen“.

Der dafür notwendige Europa-Nationalismus muß den EuropäerInnen aber erst noch beigebracht werden.

 

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So. 5.2.12: Film: Die Mondverschwörung

In der Reihe "Der politische Film" zeigt die Infogruppe Rosenheim den aktuellen Kinofilm "Die Mondverschwörung"

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Do. 9.2.12: 10 Jahre Krieg in Afghanistan

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Do. 9.2.12: Hans Beimler: Im Mörderlager Dachau

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Sa. 18.2.12: Nationalismus

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So. 19.2.12: Über alles in der Welt - Esoterik und Leitkultur

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