
Der "Runde Tisch gegen Rechts"
Landshut gründete sich Anfang 2006 als Reaktion auf ein deutliches
Erstarken der Neo-Nazi-Szene in Stadt und Landkreis Landshut.
Neben
einer immer aktiver werdenden NPD, die in Landshut u.a. bereits
Veranstaltungen mit dem mehrfach verurteilten Volksverhetzer und vom
Bundesamt für Verfassungsschutz als einen der "aggressivsten unter den
deutschen Revisionisten" eingestuften Günter Deckert organisierte, hat
sich mittlerweile auch eine sogenannte "Freie Kameradschaft"
(Kameradschaft Landshut) gegründet, die aktive Kontakte in andere
bayerische Regionen pflegt und deren Mitglieder bereits auf
verschiedensten rechtsextremistischen Veranstaltungen und
Demonstrationen in gesamt Bayern gesichtet wurden.
Die freien
Kameradschaften gelten innerhalb des rechtsextremen Spektrums als
besonders aggressiv, führen oftmals paramilitärische Trainings (sog.
Wehrsportübungen) durch, leisten sogenannte "Anti-Antifa"-Arbeit, bei
welcher politisch unliebsame Personen akribisch durchleuchtet und in
Folge sogar bedroht oder angegriffen werden und nehmen aktiv
an rechtsextremen Aufmärschen und Veranstaltungen teil. Der für den 09.
November 2003 (65. Jahrestag der Reichspogromnacht) geplante, jedoch
vereitelte Sprengstoffanschlag bei der Grundsteinlegung des jüdischen
Kulturzentrums in München ging bspw. ebenfalls auf das Konto einer
freien Kameradschaft, die unter dem Namen "Kameradschaft Süd"
fungierte. Gerade in Ostdeutschland, aber auch z.B. in Hamburg wurden
bereits etliche dieser Kameradschaften verboten.
Der
Runde Tisch gegen Rechts spricht sich deutlich gegen derartige
Entwicklungen aus und setzt sich aus einem breiten Spektrum an
Einzelpersonen zusammen. Ein Selbstverständnis soll in den kommenden
Wochen erarbeitet und u.a. an dieser Stelle veröffentlicht werden.
Wer
Interesse an einer aktiven Mitarbeit hat oder auch einfach mal nur
vorbei schauen will, erfragt die Termine der nächsten Treffen am Besten
unter der E-Mail
Adresse .