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| militär-rüstung-krieg |
| Deutscher Militarismus wie er leibt und lebt |
| von karl am 03.06.11 |
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Wer nicht selber draufkommt, daß das eine prima Berufs- und Lebensperspektive sein könnte, dem bringen die Werbefeldzüge der Bundeswehr an Schulen und Arbeitsämtern diesen Gedanken näher, Anfang Juli auch an der Landshuter Berufsschule. Und für die ganz Kleinen gibt´s wie unlängst beim Tag der offenen Tür der Kaserne in Bad Reichenhall einen Miniatur-Häuserkampf mit Erlebnis-Charakter. Vom 4. bis 7. Juli 2011 will die Bundeswehr mit ihrer "Berufskundlichen Ausstellung" auch die Berufsschule 1 in Landshut heimsuchen und möglichst vielen Auszubildenden das erwerbsmässige Kämpfen fürs Vaterland schmackhaft machen. Ob sich Lehrer_innen und Schüler_innen das gefallen lassen, bleibt abzuwarten. Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Offenbach hatte sich z.B. auf Initiative der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit breiter Mehrheit
entschlossen, die Kooperationsvereinbahrung zwischen
Hessischen Kultusministerium und Bundeswehr abzulehnen und keine
Jugendoffiziere in ihren Räumen zuzulassen.
Die Schulkonferenz von Schüler_innen, Lehrkräften und Eltern fügte einem
entsprechendem Beschluss der Lehrer_innenkonfernez noch einstimmig eine
lesenswerte Begründung hinzu.
Diese findet ihr hier: http://is.gd/HVzglV Doch auch in ihren angestammten Hoheitsgebieten, den Kasernen, die nicht selten und schon gar nicht zufällig nach alten Nazi- und Wehrmachtsgrößen bzw. -verbrechern benannt sind, führt die Bundeswehr diverse Schauspiele zur Entfachung von Begeisterung fürs Militärische durch. Neben Würstel-Eintopf und Flugshows gibt es dabei gelegentlich auch was für die ganz Kleinen, wie z.B. beim Tag der offenen Tür in der Bad Reichenhaller General-Konrad-Kaserne. Das autonome Rabatz-Bündnis schildert das dort präsentierte Kinderangebot so: "Beim Tag der offenen Tür in der Bad Reichenhaller General-Konrad-Kaserne hatte die Bundeswehr als „Kinderprogramm“ das Modell einer offensichtlich durch Krieg zerstörten Stadt aufgebaut. Ruinen und kleine Brandherde bestimmten die Szenerie. Zwei Bundeswehrsoldaten ließen unter einem Tarnnetz Kinder mit Waffennachbauten auf die Miniaturstadt schießen. Die Bundeswehr hatte ein Miniatur-Ortsschild für diese Stadt gebastelt: „Klein-Mitrovica“. Die im Kosovo gelegene Stadt Mitrovica erlangte traurige Berühmtheit, als dort 1999 trotz Anwesenheit der KFOR albanische Nationalisten das gesamte Roma-Viertel des Ortes plünderten und zerstörten. Mehrere tausend Häuser wurden dabei zerstört, ca. 8000 Roma wurden aus dem Ort vertrieben. 2004 wurden bei Anti-Serbischen Pogrome, die von Mitrovica ausgingen, viele Häuser und Einrichtungen der serbischen Bevölkerung zerstört, im ganzen Kosovo gab es viele Tote und hunderte zerstörte Häuser. Im Zuge der Besatzung Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg waren in Mitrovica ab April 1943 Truppen der 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht, der auch die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger angehörten, stationiert. Die Vorgängerorganisation der heutigen (Bundeswehr)Gebirgstruppe war dort zur „Partisanenbekämpfung“ eingesetzt. Als Teil der Truppen des nationalsozialistischen Deutschlands waren die Gebirgsjäger an zahlreichen Massakern und Kriegsverbrechen, bspw. auf Kefalonia und auf Kreta beteiligt. Erst vorletzte Woche hatte das RABATZ-Bündnis mit einer Demonstration auf die ungebrochene Verherrlichung der Wehrmacht durch die Bundeswehr und weite Teile der Reichenhaller Bevölkerung aufmerksam gemacht. Die Antifaschist_innen kritisierten dabei v.a. das sog. „Kretagedenken“, bei dem der deutsche Angriffskrieg gegen Kreta verherrlicht wird." |
Während die Bundeswehr in Afghanistan gemeinsam mit ihren Verbündeten aufständische Taliban, aufständische Nicht-Taliban und viele sogenannte "Zivilisten" allen Alters drumherum tötet, laufen die Nachschub-, Optimierungs- und Propagandabemühungen im Heimatland auf Hochtouren. Die Bundeswehr wird zur mobilen Berufstruppe umgebaut, die Soldaten der Zukunft sollen berufsmässige Kämpfer im nationalen Interesse Deutschlands sein.